Gefahren an winterlichen Gewässern
Hier werden folgende Themen angesprochen:
Eisschollen
Ursache
Von Eisflächen brechen oft Eisstücke als Schollen ab. Fließende Gewässer führen diese als Treibeis mit sich.
Eisschollen
- Werden oft am Ufer angelandet
- Werden von Spaziergängern oder spielenden Kindern betreten
- Können sich wiederum vom Ufer lösen und weitertreiben oder
- Können im Wasser brechen oder kentern
Gefahr
Geraten Menschen in winterlich kaltes Wasser, droht ihnen die Gefahr der Unterkühlung, Kälteschock, Tod.
Schadensverhütung
Winterliche Gewässer, insbesondere Eisschollen oder -rückstände am Ufer meiden. Kinder fernhalten!
Maßnahmen
- Selbstrettung
- um Hilfe rufen
- Wasser umgehend verlassen
- auf treibender Eisscholle, diese
- Nach Möglichkeit nicht verlassen
- Versuchen, ans Ufer zu lenken
- am windgeschützten Ort nasse Kleidung ablegen, trockene Sachen anziehen oder in Decken hüllen
- Fremdrettung
- Eisrettungsschlitten
- Rettungsleine, -sack
- Rettungshilfsmittel: Ast, Stange, Leiter, Brett, etc.
- Boot
- Erste Hilfe nach Notwendigkeit
- Notruf
Eisflächen - Rettung von der Oberfläche
Eisflächen zugefrorener Gewässer werden von Menschen gern und vielfältig zu wintersportlichen Aktivitäten genutzt.
Gefahren
Eisflächen können unter Belastung brechen. Es besteht die Gefahr des Einbrechens mit
- Unterkühlung
- Kälteschock
- Ertrinken
Ursache
Eisflächen können aufgrund folgender Einflüsse unterschiedlich stark sein:
- Bodenwärme
- Gasbildung durch schlammigen Grund
- Zufluss warmer Industrieabwässer
- Oberflächenströmung durch das Gewässer
- Wechselnder Wasserstand
- Frisch zugefrorene Eislöcher
- Schneedecke
Schadensverhütung
Eisdecke durch vorsichtiges Belasten auf Tragfähigkeit prüfen. Ggf. vorhandene behördliche Hinweise beachten. Eislöcher oder -risse sollten markiert werden.
Maßnahmen
- Selbstrettung
- Ruhe bewahren
- um Hilfe rufen
- vermeiden unter das Eis zu geraten
- am Eisrand festhalten
- sich mit den Füßen auf das Eis schieben, seitlich wegrollen
- wenn das Eis zu wenig tragfähig ist: Durch stetiges Hinaufschieben auf das Eis zum nächstengelegenen Ufer durchbrechen
- am Ufer schnellstmöglicher Kleidungswechsel, um weiteren Wärmeverlust zu vermeiden
- Arzt aufsuchen
- Fremdrettung
- Notruf (Wasserrettungsdienst, Notarzt, RTH)
- Einbruchstelle bei mehreren Eislöchern peilen
- Eisrettungsschlitten
- kriechend dem Betroffenen nähern
- das Eis belastbarer machen durch auslegen von flachen Gegenständen, wie Leiter, Brett, etc.
- Zureichen von Hilfsmitteln, z.B.
- Leine
- Ast, Stange, Schlitten
- Kleidungsstück
Merke
Dem Verunglückten Hinweise zur Selbstrettung bzw. zur Unterstützung der Rettungsmaßnahmen zurufen.
Mit mehreren Rettern helfen. Dabei nach Möglichkeit den vorderen Retter anleinen.