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Der Tod im Wasser


Hier werden folgende Themen angesprochen:
Unterscheidung von Ertrinkungs- und Badetod
Definition
Ertrinken ist der Tod durch Sauerstoffmangel nach Verlegung der Atemwege durch Flüssigkeiten.

Ursachen des Ertrinkens
  • Nichtschwimmer, die in tiefes Wasser gelangen
  • Ungeübte Schwimmer, deren Kräfte nachlassen
  • Geübte Schwimmer, die sich überschätzt haben
  • Personen aus gekenterten Wasserfahrzeugen, die sich nicht mehr halten können
Ertrinken ist deutlich sicht- und hörbar durch:
  • lautes Hilferufen
  • wildes Umherschlagen
des Ertrinkenden.

Ursachen des Badetods
  • Plötzliche Gesundheitsstörung (Kollaps, Kälteschock, Herzinfarkt)
  • Unfälle
Beim Badetod geht der Betroffene plötzlich und lautlos unter. Dies wird von seiner Umgebung meistens gar nicht sofort bemerkt.

Ertrinken
  • Erregungsphase
    • Versuch an die Wasseroberfläche zu kommen bzw. dort zu bleiben
    • Einatmen von Wasser
    • Hustenanfall
    • Ringen nach Luft
  • Krampfphase
    • Ungeordnete Bewegungen
    • Versuch nach Gegenständen und Personen zu greifen
    • Akute Umklammerungsgefahr
    • Bewusstseinseintrübung
    • Unzweckmäßiges Umherschlagen
    • Blaufärbung der Lippen
  • Lähmungsphase
    • Ohnmacht
    • Unbewusste mächtige Atembewegungen
    • Tiefes, massives Einatmen von Wasser
    • Erschlaffen der Muskulatur
    • Atem- und Herzstillstand
Beim Ertrinken besteht - besonders in der Krampfphase - LEBENSGEFAHR für den Retter durch Umklammerung seitens des Ertrinkenden!

Badetod
Der Badetod hat unter anderem folgende Ursachen:
  • Badekollaps:
    Bewusstlosigkeit und Ohnmacht aufgrund von Kreislaufschwäche (Krankheit, voller Magen, Alkohol)
  • Kälteschock:
    Atem- und Herzstillstand verursacht durch plötzliches Einwirken von kaltem Wasser auf die Körperoberfläche (hierbei kann der Tod in Sekunden eintreten)
  • Erschöpfungskollaps:
    Bei Unfällen auf See müssen sich Schiffbrüchige oft stundenlang über Wasser halten, bis sie vor Erschöpfung untergehen.
  • Sonnenstich beim Langstreckenschwimmen:
    Beim Schwimmen über große Strecken kann ein Schwimmer durch die Sonneneinwirkung auf den - evtl. unbehaarten - Kopf einen Sonnenstich bekommen und ohnmächtig werden.
  • Taucherkrankheiten:
    Durch Fehlverhalten und Unkenntnis kommt es immer wieder zu tödlichen Tauchunfällen, die dem Badetod zugerechnet werden.
  • Unfälle:
    Durch Unachtsamkeit beim Springen ins Wasser und bei Bootunfällen spricht man bei tödlichem Ausgang auch von Badetod.
  • Blitzschläge:
    Ein Blitzschlag im Wasser kann schwere Verbrennungen, Lähmungen und Schock zur Folge haben und wird dem Badetod zugerechnet.
Maßnahmen
Da nach dem Untertauchen ins Wasser bereits nach 3-5 Minuten die Gehirnzellen absterben, ist sowohl beim Bade- als auch beim Ertrinkungstod möglichst rasch mit Maßnahmen zur Rettung zu beginnen. Die Erfolgsaussichten, einen Ertrunkenen wiederzubeleben, verschlechtern sich nach Ablauf der o.a. Zeit erheblich.
Das heißt jedoch nicht, dass hier auf eine Wiederbelebung verzichtet werden kann. Es wurden gerade bei kaltem Wasser auch nach einer Stunde noch Personen erfolgreich wiederbelebt.
Das oberste Ziel muss sein, den Verunfallten möglichst schnell aus dem Wasser zu bringen und nach dem Überprüfen der Vitalfunktionen, wenn nötig, umgehend mit der Wiederbelebung zu beginnen.
Jeder, der beinahe ertrunken ist, muss unter allen Umständen in eine Klinik gebracht werden, da ein späterer Tod - auch bei Personen, die wieder ansprechbar waren - nicht auszuschließen ist.