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Sonstige Gefahren im Wasser


Hier werden folgende Themen angesprochen:
Wasserverunreinigung durch Schmutzstoffe

Wasser verunreinigung

Ursachen
Einleiten von unzureichend gereinigten Abwässern in Seen, Flüsse und Bäche.

Erkennen
  • Wassertrübung
  • Unangenehmer Geschmack / Geruch des Wassers
  • Prickeln auf der Haut
  • Ausschlag
Gefahren
  • Hautreizungen
  • Akute Krankheitssymptome
  • Allergische Reaktionen
  • Erkrankungen, Vergiftungen
Schadensverhütung
Gewässer unterhalb von chemischen Fabriken, Färbereien, Brauereien, Papierfabriken usw. nicht betreten!

Maßnahmen
Bei vermuteter Gefahr
  • Gewässer umgehend verlassen
  • Sofort duschen
  • Arzt aufsuchen
  • Behörden verständigen


Unrat

Unrat

Ursache
Abfallbeseitigung durch Einbringen von Hausmüll, Sperrmüll, usw. in Gewässer.

Gefahren
Unrat in Gewässern kann zu
  • Schnittverletzungen
  • Verstauchungen
  • Knochenbrüchen
  • Kopfverletzungen mit Bewusstlosigkeit und Ertrinken
führen.
Schadensverhütung
Nicht in unbekannte Gewässer springen!
Vom Ufer aus vorsichtig hineingehen

Maßnahmen
  • Der Fremdrettung
    • Bei Rettungen vom Ufer aus vorsichtig hineingehen! Schuhwerk anbehalten
    • Rettungsball, -ring, -sack
    • Erste Hilfe nach Notwendigkeit
    • Notruf


Kanäle (Wassergassen - Floßrutschen)

Erkennen
Kanäle sind gekennzeichnet durch hohe und steile Ufer. Es können unterschiedliche Strömungsgeschwindigkeiten vorherrschen. Wassergassen und Floßrutschen findet man bei Wehren großer und mittelgroßer Flüsse.

Gefahren
Schwimmer
  • Finden aus Kanälen häufig keine Ausstiegsmöglichkeiten
  • Können sich an den Rändern der Wassergassen sowie an Abweisern an deren Ende verletzen
  • Können durch Schiffe gefährdet werden
Schadensverhütung
Badeverbot beachten!
Nicht in Kanälen, Wassergassen oder Floßrutschen schwimmen.

Maßnahmen
  • Der Selbstrettung
    • in Kanälen in Ufernähe treiben lassen, nach Ausstiegsmöglichkeiten Ausschau halten
    • um Hilfe rufen
  • Der Fremdrettung
    • Rettungsboot
    • Rettungsball, -ring, -sack, -leine
    • Notruf


Wasserfahrzeuge

Toter Winkel

Schwimmer in unmittelbarer Nähe von Schiffen, Booten, Fähren und Surfbretter werden kaum gesehen.

Gefahren
Schwimmer kann
  • Gerammt
  • Überfahren
werden.
Berührung mit der Schraube kann zu
  • Tiefen Fleischwunden
  • Abgeschlagenen Gliedmaßen
  • Sofortigem Tod
führen.
Ruderer sitzen mit dem Rücken zur Fahrtrichtung und haben wenig Sicht nach vorn. Schwimmer können vom Ruderboot
  • Gerammt
  • Überfahren
werden, oder
  • Einen Schlag mit dem Ruder erhalten, wobei es zu Verletzungen kommen kann.
  • Segler und Surfer sind ebenfalls in ihrer Sicht behindert. Deshalb besteht Verletzungsgefahr wie oben beschrieben.
Schadensverhütung
Den Bereich von Wasserfahrzeugen meiden!

Maßnahmen
  • Der Selbstrettung
    • ggf. durch Rufen und Winken bemerkbar machen
    • vor Wasserfahrzeugen wegschwimmen
    • notfalls abtauchen
  • Der Fremdrettung
    • bei eingetretenen Verletzungen, Rettung mit dem Rettungsboot
    • Erste Hilfe nach Notwendigkeit
    • Notruf


Besondere Gefahrensituationen

Auf offenen Gewässern drohen nicht nur Badenden und Schwimmern, sondern auch Benutzern von Wassersportgeräten Unfallgefahren.

Schlauchboot So sind u.a. die Benutzer von

  • Badebooten
  • Ruderbooten
  • Segel- und Motorbooten
  • Surfbrettern
besonders gefährdet.
Gefahren
Unfälle können hervorgerufen werden durch:
  • Überladung
  • Falschen Platzwechsel
  • Rücksichtsloses Fahren (z.B. von Motorbooten)
  • Witterungsumstände
  • Falsche Manöver
  • Strömung und Wind
Surfer Bei Surfern drohen insbesondere Erschöpfungszustände aufgrund
  • Mangelnder Erfahrung
  • Widriger Umstände
  • Eines hohen Wellengangs
  • Unzureichender Bekleidung
  • Unterkühlung
Surfer können sich am eigenen Sportgerät verletzen. Im Badebereich können Badende oder Schwimmer
  • Prellungen
  • Gehirnerschütterungen
  • Schnittverletzungen (Schwert bzw. Finne)
erleiden.

Schadensverhütung
Vorsichtsmaßregeln beim Umgang mit Wassersportgeräten einhalten!

Maßnahmen
  • Der Selbstrettung
    • bei diesen Unfällen sollen Betroffene das Wassersportgerät möglichst nicht verlassen
    • um Hilfe rufen
    • sich durch Winken bemerkbar machen
  • Der Fremdrettung
    • Rettungsboot, -brett
    • ggf. Rettungshilfsmittel
    • Notruf
Bei Unfällen der genannten Art können Einzelretter durch Schwimmen selten helfen, da
  • Sich solche Unfälle oft zu weit vom Ufer entfernt ereignen
  • Der Retter zuviel Zeit und Kraft für das Anschwimmen benötigt
  • Die Umstände des Unfalls besondere Maßnahmen zur Rettung erfordern


Unfälle mit mehreren Personen

Gefahren
Gefahren drohen den jeweils Betroffenen bei Unfällen mit mehreren (vielen) Personen, z.B. bei
  • Einsturz von Brücken und Landungsbrücken
  • Schiffshavarien
  • Wassersportunfällen
  • Hochwassersituationen
Maßnahmen
  • Der Selbstrettung
    • Gefahrenbereich, wenn möglich, durch Wegtauchen oder Wegschwimmen verlassen und ans Ufer schwimmen
    • sich auf schwimmende Gegenstände an der Wasseroberfläche retten oder sich an diesen festhalten
    • Umklammerungen von vorne von anderen Verunglückten unbedingt vermeiden bzw. abwehren
    • bei erfolgter Umklammerung von hinten, versuchen, einen Befreiunggriff anzuwenden
  • Der Fremdrettung
    • möglichst viel schwimmende Gegenstände zwischen die Betroffenen schieben
    • Rettungsball, -stange, -leine
    • Rettungs(hilfs)mittel
    • Wegen der eigenen Gefahr ist auf eine Einzelrettung durch Schwimmen zu verzichten
    • Erste Hilfe nach Notwendigkeit
    • Notruf


KFZ-Unfälle

Gefahren
Gefahren drohen den jeweils Betroffenen auch bei KFZ_Unfällen, wenn das Fahrzeug im Wasser versinkt.

Maßnahmen
  • Der Selbstrettung
    • Fahrzeug schnellstmöglich verlassen
    • wenn möglich, ans Ufer schwimmen
  • Der Fremdrettung
    • befindet sich der Verunglückte noch im Fahrzeug und das Fahrzeug ist nicht an der Wasseroberfläche zu sehen, ist eine Rettung meist nur durch den Wasserrettungsdienst möglich
    • beim Versuch abzutauchen und die Tür (Fenster) des vollgelaufenen Fahrzeugs zu öffnen: Eigensicherung beachten (Anleinen o.ä.)!
    • Erste Hilfe nach Notwendigkeit
    • Notruf
    • Wenn der Verunglückte aufgetaucht ist
      • Rettungsball, -stange, -leine
      • Rettungs(hilfsmittel)


Befreiungsgriffe

Halsumklammerung von hinten

Halsumklamerung 1 Halsumklamerung 2 Halsumklamerung 3 Halsumklamerung 4

Der Retter
  • Zieht beide Schultern hoch
  • Drückt das Kinn auf die linke Schulter
  • Fasst mit der rechten Hand unter den rechten Ellenbogen des Angreifers
  • Ergreift mit der linken Hand die rechte Hand des Angreifers und bindet sie
  • Stößt seine rechte Hand kräftig nach oben und zieht gleichzeitig seine linke Hand nach unten
  • Taucht gleichzeitig unter dem rechten Arm des Angreifers hindurch, kommt so in den Rücken des Angreifers und setzt ihn in der Standardfesselgriff
Grifffolge jeweils auch gegengleich möglich.

Halswürgung von hinten

Halswürgung 1 Halswürgung 2 Halswürgung 3 Halswürgung 4

Der Retter
  • Zieht beide Schultern hoch
  • Wendet seinen Kopf nach rechts und den Oberkörper nach links
  • Ergreift mit der rechten Hand die linke Hand des Angreifers und bindet sie durch andrücken an den eigenen Körper
  • Stößt gleichzeitig mit seiner linken Hand von unten gegen das linke Ellenbogengelenk des Angreifers (Daumen in der Ellenbeuge), knickt dieses ein und führt dessen linken Arm über den eigenen Kopf
  • Die Bindung dort erst dann lösen, wenn sich der Kopf unter dem Arm hindurch bewegt hat
  • Setzt nun an dem vor ihm befindlichen Angreifer den Standardfesselgriff an. Die Grifffolge ist jeweils auch gegengleich möglich.