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Natürliche Gefahren an und in Binnengewässern

Hier werden folgende Themen angesprochen:

Hindernisse unter Wasser sowie Untiefen sind vom Land oder Boot aus oft nicht zu erkennen.

Uterwasserhindernisse Meistens handelt es sich um

  • Felsen
  • Pfähle, Baumstümpfe
  • Mauerreste
  • Buhnen
  • Unrat
  • Seichte Stellen
Folgende Verletzungen können beim Hineinspringen entstehen:
  • Schnittverletzungen
  • Kopfverletzungen
  • Knochenbrüche
  • Querschnittslähmung
  • Bewusstlosigkeit und Ertrinken
Zur Schadensverhütung daher nicht in unbekannte Gewässer hineinspringen, vielmehr hineinsteigen! Im Notfall mit einem Paketsprung.

Maßnahmen
  • Selbstrettung:
    • Um Hilfe rufen
    • Bereich von Unterwasserhindernissen z.B. in flacher Schwimmlage verlassen
  • Fremdrettung:
    • Rettungsmittel benutzen
    • Maßnahmen der Ersten Hilfe nach vorliegendem Zustand
    • Notruf


Ein stehendes Gewässer hat an der Oberfläche je nach Sonneneinstrahlung eine Warmwasserzone. Unterhalb dieser Warmwasserzone kann das Gewässer ggf. bis zum Grund, sehr viel kälter sein. Der Mischungsbereich zwischen beiden Temperaturen (die Sprungschicht) ist sehr schmal.

Eintauchen in kaltes Wasser führt u.U. zu

  • Krämpfen
  • Atem- und Herzstillstand
  • Kälteschock mit Gefahr des Badetodes
Zur Schadensverhütung
  • Vor dem Bad abkühlen!
  • Langsam und vorsichtig in das Gewässer gehen!
  • Kaltwasserzonen schnell wieder verlassen
  • Ggf. muss das Baden unterbleiben
Maßnahmen
  • Der Selbstrettung
    • Ruhe bewahren
    • um Hilfe rufen
    • ggf. Maßnahmen zur Krampflösung
  • Der Fremdrettung
    • Rettungsmittel und oder Rettungshilfsmittel verwenden
    • Erste Hilfe nach Notwendigkeit
    • Notruf


Entstehen durch:
  • Unterschiedliche Temperaturzonen in tiefen Gewässern
  • Einmündung von Zuflüssen in Seen
  • Durchfließen eines stehenden Gewässers
  • Reißende Gebirgsflüsse - Stromschnellen
Gefahren
Plötzliches Hineinschwimmen in eine Zone kalten Wassers kann zu kältereizbedingten tiefen Einatmen, Krämpfen und zum Kälteschock mit der Gefahr des Badetodes führen

Schadensverhütung
Erkannte Strömungen (siehe Bild) meiden.

Strömungen

Maßnahmen
  • Der Selbstrettung
    • aus kalten Strömungen schnell herausschwimmen
    • Rückenlage einnehmen, damit das Gesicht nicht in kaltes Wasser eintaucht (Schluckreflex)
    • um Hilfe rufen
  • Der Fremdrettung
    • Rettungsmittel und oder Rettungshilfsmittel verwenden
    • Erste Hilfe nach Notwendigkeit
    • Notruf


Gewitter (Platzregen, Hagel oder Sturm) peitschen die Wasseroberfläche auf und erzeugen dort ein Luft-Wassergemisch (Gischt), das beim Einatmen zu Atemnot führt.

Gewitter

Gefahren
  • Erschwerte Atmung
  • Hustenreiz bei Einatmen von Gischt
  • Erstickung- / Ertrinkungsgefahr
  • Blitzschlag (Stromschlag - Tod)
Schadensverhütung
Bei aufziehendem Gewitter Gewässer sofort verlassen!

Maßnahmen:
  • Der Selbstrettung
    • Bewusst langsam atmen
    • Hände oder ggf. Bekleidung als Filter vor den Mund halten
  • Der Fremdrettung
    • Hilfe ggf. nur mit Rettungsboot möglich


Erkennen
Üppiger Pflanzenwuchs und / Oder fauliger Geruch weisen auf schlammigen Grund des Gewässers hin.

Gefahren
Steckenbleiben im Schlamm beim Hineinspringen oder Hineingehen

Schadensverhütung
Schlammige Gewässer meiden, vorhandene Hinweistafeln beachten!

Maßnahmen
  • Der Selbstrettung
    • hastige Bewegungen / Panik vermeiden
    • um Hilfe rufen
    • durch kräftige Schwimmbewegungen der Arme versuchen freizukommen
    • in flacher Schwimmlage aus dem Gefahrenbereich herausschwimmen
  • Der Fremdrettung
    • Rettungsmittel und oder Rettungshilfsmittel verwenden
    • Notruf


Wirbel Strudel
Erkennen
Wirbel entstehen durch Zusammenfließen von Strömungen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit, z.B.:

  • Beim Zusammenfließen zweier Flüsse
  • Hinter Brückenpfeilern
  • Im Kehrwasser von Flusskrümmungen
  • Im Bereich von Buhnen
  • Durch Löcher im Flussgrund
  • Durch Hindernisse unter Wasser
Strudel entstehen, wenn Wasser durch eine Art Loch abfließt:
  • an Abflüssen aus Stauseen
  • an Turbineneingängen
Gefahr
Schwimmer werden unter Wasser gezogen und können ertrinken.

Schadensverhütung
Wirbel und Strudel meiden.

Maßnahmen
  • der Selbstrettung:
    • ist in Strudeln völlig ausgeschlossen
    • bei Wirbeln durch kräftiges Herausschwimmen aus der Gefahrenzone; notfalls auf grund ziehen lassen und aus dem Wirbel heraustauchen
    • um Hilfe rufen
  • der Fremdrettung
    • ist bei Strudeln nur möglich, solange der Verunglückte noch nicht hineingezogen wurde.
    • bei Wirbeln Rettungsmittel und Rettungshilfsmittel verwenden.
    • Erste Hilfe nach Notwendigkeit
    • Notruf