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Gefahren in Küstengewässern


Hier werden folgende Themen angesprochen:
Wellenbewegung - Brandung

Brandung

Ursache
Oberflächenwellen entstehen durch Wind, der das Wasser in Wellenbewegung versetzt. Die Größe der Wellenbewegung hängt ab von
  • der Geschwindigkeit des Windes
  • der Dauer und
  • der Fläche, auf der er einwirken kann
Bei mäßigem Wellengang ist das Schwimmen im Meer möglich. Wenn Wellen flaches Wasser erreichen oder auf eine felsige oder Steilküste treffen, enden sie in der Brandung.
Diese wird unterschieden in Strandbrandung und Klippbrandung.

Erkennen
Bei der Standbrandung krümmt sich das Wasser des Wellenkammes in Fließrichtung zu einem Tunnel bevor es schäumend zusammenbricht.
Bei der Klippbrandung werden die Wellen gegen die felsige Meeresküste geschleudert.

Brandungssog

Gefahren
Nimmt die Brandung zu, werden Badende und Schwimmer
  • Mit Wasser überschüttet
  • Unter die Wasseroberfläche gedrückt
  • Vom Brandungssog (siehe Bild) in Richtung Meer gerissen
  • Gegen die Felsen geschleudert
Schadensverhütung
Brandung mit hohen Wellen oder an felsiger Küste meiden. Warntafeln und Hinweise beachten.

Maßnahmen
  • Selbstrettung
    • Panik vermeiden
    • mit den Oberflächenwellen in Richtung Land schwimmen
    • Hilferufe in Strandnähe
    • an Felsenküste / Klippen
      • mit den Beinen voraus anlanden
      • Schnell aus dem Brandungsbereich herausklettern
  • Fremdrettung
    • Rettungsboot, -brett
    • bei starker Brandung nur durch den organisierten Wasserrettungsdienst möglich
    • Erste Hilfe nach Notwendigkeit
    • Notruf


Strömungen
Strömung
Erkennen
Es werden mehrere Arten von Strömungen unterschieden:
  • Brandungssog und Unterstrom:
    Das durch die Brandung an die Küste geschleuderte Wasser fließt unter den Brandungswogen unmittelbar über den Grund als Unterstrom seewärts wieder ab.
  • Brandungsströmung:
    Bei schrägem Auftreten der Brandung auf die Küste fließt das Wasser parallel zur Küste und in unmittelbarer Nähe entlang. Diese Brandungsströmung ist unabhängig von Gezeiten und Richtung.
  • Rippströmung (Trecker):
    Wird das Wasser der Brandung z.B. in einer Bucht durch besonders starken Wind und starke Wellenbewegung aufgestaut und durch die Brandungszone am Anfließen gehindert, entsteht allmählich ein Überdruck, der sich plötzlich mit großer Kraft seewärts durch die Brandung als Rippströmung oder Trecker entlädt.
Gefahren
Strömungen
  • Reißen Badende von den Füßen
  • Ziehen Schwimmer mit sich und erzeugen dadurch Panik
  • Ziehen Wassersportgeräte aufs offene Meer hinaus und führen bei den Benutzern zu
    • Erschöpfung
    • Unterkühlung
    • Ertrinken
Schadensverhütung
Warntafeln und Signale am Strand beachten!
Auf Strömungen im unmittelbaren Badebereich achten.

Maßnahmen
  • Selbstrettung
    • bei Gefahr um Hilfe rufen
    • bei Strömungen nicht dagegen, sondern seitlich herausschwimmen
    • abtreibende Wassersportgeräte nicht verlassen
  • Fremdrettung
    • Rettungsboot
    • bei starken Strömungen nur durch den organisierten Wasserrettungsdienst
    • Erste Hilfe nach Notwendigkeit
    • Notruf


Wind
Durch Wind können Wassersportler und Badende in Gefahr geraten, so z.B. durch Fallwinde (Böen, ablandige Winde) an Steilküsten, in Buchten und auf Inseln. Diese sind besonders gefährlich, weil sie plötzlich und mit großer Stärke auftreten und Wassersportgeräte / Schwimmkörper zum Kentern bringen bzw.aufs Meer hinaus treiben.

Schadensverhütung
Mit Wassersportgeräten / Schwimmkörpern in unmittelbarer Nähe der Küste bleiben!
Ständig Abstand zum Strand beobachten!
Bei starken Winden keine Schwimmkörper benutzen!

Maßnahmen
  • Selbstrettung
    • Wassersportgeräte nicht verlassen, es besteht die Gefahr der Unterkühlung und des Kräfteverschleißes.
    • Durch Winken und Hilferufe bemerkbar machen
  • Fremdrettung
    • oft nur durch den organisierten Rettungsdienst möglich
Merke
Winde auf größeren Binnenseen bergen die gleichen Gefahren (Sturmwarnungen beachten).